25 Jahre Spatenstich MesseTurm

Entwurf
1985 kündigte sich Großes an: Die Messe Frankfurt schrieb einen Architekturwettbewerb aus. In unmittelbarer Nach­bar­schaft zur Messehalle1 und zur Fest­halle sollte ein neues Messe-Wahrzeichen, ein monumentaler Büroturm, entstehen. Mit dem Entwurf für einen klassischen Wolkenkratzer ging der Deutschstämmige Architekt Helmut Jahn aus Chicago als Sieger aus dem Wettbewerb hervor.

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Spatenstich
Der erste Spatenstich wurde am 13. Juli 1988 gesetzt. In nur 37 Monaten sollte mit 251 Metern der damals höchste Wolkenkratzer Europas entstehen. Geplant waren 63 Etagen mit insgesamt 62.000 m² Bürofläche, die Platz für 3.000 Arbeitsplätze bieten sollten.  Ein Superlativ!

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Auf festem Grund
Was zunächst wirr und chaotisch aussehen mag, hatte durchaus System: Das geradezu kunstvoll anmutende Innenleben aus Stahlträgern und Betonwänden bietet dem 250 Millionen Euro schweren Turm einen festen Halt. Errichtet wurde eine Stadt in der Stadt, mit eigener U-Bahn-Station, eigenem Parkhaus und einer eigenen Postleitzahl. Als Fundament diente eine sechs Meter tiefe Schicht, in die nicht weniger als 2500 Tonnen Stahl eingearbeitet wurden. Um das monumentale Gebäude vor dem Einsinken in den Boden aus "Frankfurter Ton" zu bewahren, wurde die 60 mal 60 Meter große Gründungsplatte mit 64 massiven Bohrpfählen versehen.

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Einzug
Der MesseTurm Frankfurt wuchs in rasantem Tempo heran. In nur 26 Monaten wurde fast die Hälfte aller Stockwerke einschließlich der 18 Meter hohen Lobby fertig gestellt. Während im oberen Teil des Gebäudes noch gebaut wurde, zogen drei Jahre nach dem ersten Spatenstich in den unteren Geschossen bereits die ersten Mieter ein.

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Fassade
Die 39.000 m² umfassende Fassade ist ein Charakteristikum des MesseTurm: Die Steine stammen aus schwedischen Steinbrüchen, wurden in Italien geschnitten und poliert, an der Donau zu Elementen montiert und schließlich in Frankfurt zusammengesetzt. Jedes Einzelteil wiegt 1,9 Tonnen!  Die Farbe sollte an den traditionellen Frankfurter Mainsandstein erinnern, der schon seit Jahrhunderten für bedeutsame Bauten verwendet wurde.

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Innenleben
Auch ein Hochhaus benötigt eine umfassende Versorgung!  Sämtliche Stromkabel, Wasserrohre, Heizungsschächte und alle anderen Zu- und Ableitungen befinden sich im achteckigen Innenkern des Gebäudes. Die um den Innenkern gruppierten Büroflächen sind alle stützenfrei, ohne störende Säulen. Für eine schnelle Verbindung zwischen den Stockwerken sorgen insgesamt 24 Aufzüge. Jedes Stockwerk kann in weniger als 40 Sekunden erreicht werden.

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Pyramide 1
Zu jedem Wolkenkratzer gehört eine ordentliche Spitze! In klassischer Wolkenkratzer-Manier ist der Turm wie eine griechische Säule aufgebaut, mit Sockel und einem Säulenschaft, der durch eine Spitze gekrönt wird. Nachts ist die Pyramide hell erleuchtet und noch aus weiter Ferne wahrnehmbar.

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Pyramide 2
Am 12.03.1990, 20 Monate nach dem Spatenstich war es soweit:  Die 36,6 Meter hohe Pyramide konnte montiert werden! In knapp 260 Meter  Höhe schwebt die gläserne Pyramide über den Dächern der Stadt. Durch die Spitze wird die Funktion eines "Wolkenkratzers" wortwörtlich erfüllt. 

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Fertigstellung
37 Monate, 63 aufeinander gesetzte Stockwerke und 62.000m² Nutzfläche später, erhebt sich der Frankfurter MesseTurm weithin sichtbar inmitten der Stadt. Im Design an die amerikanische Art-déco-Architektur der zwanziger Jahre angelehnt, zählt er bis heute zu einem der schönsten Hochhäusern Europas und den bekanntesten Wolkenkratzern der Welt.

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